Planung und Berechnung von Entwässerungsanlagen:

Das Schmutzwasser muss hygienisch, ohne Geruchsbelästigung und in erforderlicher Menge entsorgt werden. Regenwasser muss bei jedem Wetter, auch bei Starkregenfällen, sicher entsorgt werden. Schäden an Gebäuden, Nachbargrundstücken und öffentlichen Grundstücken müssen unter allen Umständen verhindert werden. Handlungsgrundlagen sind die DIN 1986-100, DIN EN 12056, und die anerkannten Regeln der Technik.



Entwässerungsanträge (oder Entwässerungsgesuche):

In fast jeder Stadt oder Gemeinde in Deutschland müssen Entwässerungsanlagen durch die zuständigen Behörden genehmigt werden. Dafür sind je nach Anforderung der zuständigen Kommunen Zeichnungen und Berechnungen beizubringen. Grundlagen sind die DIN 1986-100, DIN EN 12056 und zusätzliche Bestimmungen in den Abwassersatzungen,



Auslegung von Abscheideanlagen:

Schmutzwasseranlagen müssen vor dem Eintrag von Fetten geschützt werden, weil Fette beim Erkalten in einen festen Zustand übergehen und zu Verstopfungen führen. Die Fettabscheideranlage muss je nach Belastung ausgelegt werden. Berechnet wird das nach DIN EN 1825 und DINEN 4040. Aus Gründen des Umweltschutzes muss Öl und Benzin zurück gehalten werden. Grundlage ist die DIN EN 858 und DIN 1999-100. Es sind eine Vielzahl von weiteren Schadstoffen zurück zu halten, insbesondere bei der Einleitung in das Erdreich oder in öffentliche Gewässer. Zu berücksichtigen ist dabei z. B. das Merkblatt ATV-DVWK-M 153.



Auslegung von Kleinkläranlagen:

In Gebieten ohne Kanalisation sind unter anderem Kleinkläranlagen erforderlich. Die Auslegung richtet sich nach der Anzahl der Einwohner und eventuellen Sondernutzungen, In Deutschland dürfen nur biologische Reinigungsverfahren angewendet werden. Grundlage ist die DIN 4261 und DIN EN 12566.



Auslegung von Regenwasserversickerungsanlagen:

Viele Kommunen in Deutschland fordern den vollständigen oder teilweisen Verbleib von Niederschlagswasser auf dem Grundstück. Dafür müssen Versickerungsanlagen auf dem Grundstück eingebaut werden. Folgende Versickerungsarten sind üblich: Muldenversickerung, Rigolenversickerung, Schachtversickerung und Kombinationen aus vorgenannten Möglichkeiten. Die Auswahl der Versickerungssysteme richtet sich nach dem zur Verfügung stehenden Platz, der Bodenbeschaffenheit, der Regenwassermenge und der Höhe des Grundwasserstandes. Die Industrie bietet unterschiedliche Systeme an, alle müssen sie dem Arbeitsblatt ATV-DVWK-A138 entsprechen, Grundlage für die Regenwassermenge ist der „Kostra Atlas" des Deutschen Wetterdienstes.



Einleitungsanträge in öffentliche Gewässer:

Regenwassereinleitung in Gewässer 1. und 2. Ordnung, das sind Gräben, Seen, Flüsse und Kanäle etc., sind im allgemeinen genehmigungspflichtig, Je nach Vorschrift der jeweiligen Gemeinde gibt es z. B. Einleitbegrenzungen, Begrenzung von Schadstoffen im Regenwasser (z. B Kontamination von Reifenabrieb, von kupfer-, zink- oder bleigedeckten Dachflächen usw.).



Auslegung von Regenwasserrückhaltungen mit Überflutungsnachweis:

In fast jeder Gemeinde in Deutschland gibt es im Bereich der Regenentwässerung Einleitbeschränkungen. Bei stärkeren Regenfällen werden dann Regenwasserrückhaltungsanlagen gefordert, um das Regenwasser dann zeitversetzt der Kanalisation oder öffentlichen Gewässern zuzuführen. Die Berechnung dieser Anlagen erfolgt nach DIN 1986-100, sowie die Arbeitsblätter ATV-A 117 und 118. Für die Auslegung ist ein Überflutungsnachweis erforderlich.





Zeichenstift